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 Name -Ursprung

Familiengeschichte Struckmeier

   

Was bedeutet mein Familienname, und wo ist die Quelle meines Ursprungs?

Diese beiden Fragen erklären das persönliche „Wer bin ich“. Sie geben Einblick in das Innere und Auskunft über viele „Warum“ aus dem Leben eines Menschen. Schließlich fließt in unseren Adern das Blut vieler Generationen, die uns durch ihre Erbanlagen geprägt haben. Diese Prägungen, seien sie nun gut oder schlecht, sind unser ganz persönliches biologisches Startkapital, das auch wir hoffentlich (s. Widmung) an die nächsten Generationen weitergeben werden.

 

Der Name Struckmeier

Laut "Deutsches Namenslexikon" bedeutet STRUCK = Strauch, im bzw. am Gesträuch oder Wald wohnend. Der Begriff MEIER bedeutet Bauer. Seinerzeit nahmen die von "Karl der Große" ab 802 eingesetzten Vögte die Landschaftsbezeichnung (Strauch = Struck) und die Tätigkeit mit der sich ihre Untertanen/Leibeigenen beschäftigten bzw. wovon sie lebten (Landwirtschaft = Meier) als Grundlage zur Namensfindung. Aus den an Sträuchern oder am Wald lebenden Ackersippen ist so der Name Struckmeier entstanden.

 

Die Quelle des Ursprungs 

Unser Ursprung liegt seit ca. 1300 im Raume Ostwestfalen, konkret in der heutigen Gemeinde Hüllhorst, Kreis Minden-Lübbecke, NRW, Deutschland. Die eingemeindeten Orte Reineberg, Holsen, Struckhof und Schnathorst sind der unmittelbare Entstehungs- und Lebensraum unserer Ahnen Struckmeier. In diesem Raume am Wiehengebirge, dessen geschichtliche Erschließung (Eichenwald- und Strauchwiesengebiet) auf die zurückkehrenden Kreuzritter zurückgeht, hatten die „Edlen von Schloen genannt Tribbe“  als weltliche Vertreter des Hochadels den überwiegenden Besitz. 1603 verkaufte Anna von Schloen gen. Tribbe das Rittergut Groß Eickel, wozu auch Ländereien und die Höfe Struckmeyer Holsen 16 und der Struckhoff 3 gehörten, an Heinrich von Münchhausen. Da er keine Nachkommen hatte, übergab er seiner Schwester Margarethe Elisabeth von Münchhausen das Rittergut Groß Eickel, die dieses 1630 an ihren Gemahl Anton Georg von Hanxleden zu Körtlinghausen übergab. Ihm folgte sein Sohn Kort Henrich von Hanxleden, der 1669 Berta Anna von Kettler heiratete. Deren Sohn vereinigte um 1710 Groß und Klein Eickel.

Mit der späteren Unterstellung der Höfe unter preußische Verwaltung sind diese Besitz der Bauern geworden.  

 

Es spricht vieles dafür, dass alle Struckmeier (egal ob sie sich heute mit y oder i schreiben) von hieraus ihren gemeinsamen Ursprung, und nach den Auswanderungswellen zwischen 1865 -1892, zahlreiche Struckmeier ihre weltweite Verbreitung gefunden haben. Seit 2011 besteht aus einer dieser Linien zu Kurt Struckmeyer in den USA Kontakt, dessen Homepage über Kontakt/Quellen aufrufbar ist. 

Wann genau der Name Struckmeier vor dem Jahre 1646 amtlich entstanden ist, kann nicht belegt werden.

 

Das Urbar (Grundbuch) des Amtes Reineberg von 1646 ist das älteste erhaltene Urbar des Fürstbistums Minden. Die Schweden hatten das Fürstentum seit 1633 besetzt und planten bei den Friedensverhandlungen 1646, Minden für sich zu behalten. Da am 9. September 1636 der Oberwachtmeister Heister die gesamte Registratur auf dem Reineberg (als Burg erstmalig urkundlich 1221 erwähnt) hatte verbrennen lassen, mussten die Schweden den Umfang ihrer „geplanten Provinz“ durch eine Neuerfassung feststellen. Diese Neuerfassung  „Urbar Amt Reineberg 1646“ führte 6 Vogteien (Quernheim, Gehlenbeck, Levern, Alswede, Schnathorst und Blasheim) mit 33 Ortschaften auf.

 

In der Vogtei Schnathorst wird im Ort Schnathorst der Halbmeier - Struckhoff Nr. 3 (später hochdeutsch Hof) mit einer Grund- und Leibherrschaft aufgeführt. Dazu gehörte im Amt Reineberg noch ein Haus mit Garten, 6 Moltsaat Land, 4 Fuder Heu und eine Schweinemast (6 Schweine).

 

In der Vogtei Schnathorst wird im Ort Holsen der Viertelmeier Johan Struckmeyer Nr. 16 mit einer Grund- und Leibherrschaft aufgeführt, der in Groß-Eikel (zwischen Blasheim und Alswede) noch ein Haus mit Garten, 3 Moltsaat Land und 1 ½ Fuder Heu besaß.

 

Den mündlichen Überlieferungen, die vom Stammsitz Struckhof  Nr.3 als Ursprung der Sippe Struckmeier ausgehen, der in der vorgelagerten Siedlungsgruppe Struckhof von Schnathorst liegt, kann nicht bewiesen noch widersprochen werden, da nach den Voll- und Halbmeier -  Höfen erst viel später die Viertelmeier - Höfe angesiedelt wurden. Wann sich möglicherweise beide Hoflinien durch eine Trennung entwickelt haben ist nicht mehr zu ermitteln, da sie beide schon im Urbar von 1646

 

 

  (Struckhof Nr. 3 = Hinrich Struckmeyer 1627 - 1709 

 

 

 Holsen Nr. 16 = Johan Struckmeyer 1610 - ?)

 Beide Hofstellen wurden später durch Neubauten ersetzt, wovon die Torbogen zeugen.

 

aufgeführt wurden. Aus ihnen sind jedoch noch zahlreiche neue Struckmeier - Linien entstanden, die ca. 11 Hofstellen gepachtet, gekauft oder durch Einheirat besessen haben. Im Jahre 2011 ist kein Hof mehr vorhanden, auf dem der Name Struckmeier geführt wird.    

 

©  2011 Erhard Struckmeier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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